Katastrophenschutz

in Berlin

Wenn Berlin uns braucht, sind wir da.

Katastrophenschutz
in Berlin

Gemeinsam anpacken – für Menschlichkeit, Stabilität und Begegnung.

Ein langanhaltender Stromausfall.
Eine Evakuierung nach einem Großbrand.
Ein schweres Unwetter oder ein Ereignis mit vielen Verletzten.

In diesen Situationen kommt der Berliner Katastrophenschutz zum Einsatz

So ist der Berliner Katastrophenschutz organisiert

Einsatzzentrale

In besonderen Schadenslagen greift das abgestufte System des Berliner Bevölkerungsschutzes.

Die Berliner Feuerwehr führt die Einsätze und koordiniert gemeinsam mit Polizei, Technischem Hilfswerk sowie weiteren Behörden die Gefahrenabwehr. Ein zentraler Bestandteil dieses Systems sind die fünf anerkannten Hilfsorganisationen: Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser und DLRG. Sie stellen ehrenamtliche Einsatzkräfte für Sanitätsdienst, Betreuung, Notunterkünfte, Psychosoziale Notfallversorgung, Führungsunterstützung, Rettungshundearbeit und Wasserrettung bereit.

Die Einheiten werden bei Bedarf durch die zuständigen Stellen alarmiert und arbeiten eng verzahnt mit Feuerwehr, Polizei und weiteren Partnern zusammen. Dieses abgestimmte Zusammenwirken staatlicher Stellen und ehrenamtlicher Strukturen ist eine tragende Säule des Berliner Bevölkerungsschutzes. So bleibt Berlin auch in außergewöhnlichen Lagen handlungsfähig.

Was geschieht im Katastrophenfall?

Sporthalle

Wenn eine Lage die Kräfte des regulären Rettungsdienstes übersteigt, werden zusätzliche Einheiten des Katastrophenschutzes alarmiert. Zunächst verschaffen sich die Einsatzleitungen einen Überblick über die Lage. Parallel werden spezialisierte Einheiten angefordert, die je nach Bedarf zusätzliche medizinische Versorgung, Betreuung oder logistische Unterstützung übernehmen.

Vor Ort bedeutet das konkret:

  • Zusätzliche Behandlungsstrukturen werden aufgebaut.
  • Evakuierte Menschen werden sicher untergebracht.
  • Betroffene werden versorgt, betreut und registriert.
  • Kommunikations- und Führungsstrukturen werden verstärkt.
  • Spezialisierte Kräfte unterstützen bei Suche und Sicherungsmaßnahmen.

Alle Maßnahmen erfolgen koordiniert unter der Einsatzleitung der zuständigen Behörden.

Ziel ist es, auch in außergewöhnlichen Situationen die Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung sicherzustellen.

Unsere Einsatzbereiche

Der Berliner Katastrophenschutz verfügt über spezialisierte Fachdienste, die je nach Lage zusammenwirken.

Medizinische Erstversorgung bei Großschadenslagen, Einrichtung von Behandlungsplätzen und Unterstützung des Rettungsdienstes bei vielen Verletzten.

Aufbau und Betrieb von Notunterkünften, Versorgung mit Nahrung, Kleidung und wichtigen Bedarfsgegenständen sowie Registrierung und Betreuung Betroffener.

Unterstützung von Menschen nach belastenden oder traumatischen Ereignissen. Zuhören, begleiten, stabilisieren – im Einsatz und in der Nachsorge.

Sicherung der Kommunikation zwischen Einsatzleitung und Einheiten vor Ort. Informationsweitergabe, Lageüberblick und technische Unterstützung sind entscheidend für eine funktionierende Einsatzstruktur.

Bereitstellung und Transport von Material, Aufbau technischer Infrastruktur sowie Versorgung von Einsatzkräften und Betroffenen. Logistische Einheiten stellen sicher, dass benötigte Ausstattung schnell und zuverlässig am Einsatzort verfügbar ist.

Suche nach vermissten Personen – in der Fläche oder in Trümmern. Trotz moderner Technik bleibt die Spürnase eines Hundes oft unersetzlich.

Einsatz bei Hochwasserlagen und wasserbezogenen Schadensereignissen, Unterstützung bei Evakuierungen und Sicherungsmaßnahmen.

Unterstützung bei Schadenslagen mit chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Gefahren. Spezialisierte Einheiten wirken bei Dekontaminationsmaßnahmen, Betreuung Betroffener und logistischen Aufgaben mit und unterstützen die zuständigen Behörden.

Gemeinsam vorbereitet

Training

Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, trainieren die ehrenamtlichen Einsatzkräfte regelmäßig – auch organisationsübergreifend mit Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk und weiteren Partnern.

Großübungen mit mehreren hundert Einsatzkräften simulieren komplexe Schadenslagen und stärken die organisationsübergreifende Zusammenarbeit im Berliner Bevölkerungsschutz.

Die Ausbildung, Ausstattung und Vorhaltung der Einsatzmittel erfordern eine kontinuierliche organisatorische und finanzielle Unterstützung.

Katastrophenschutz bedeutet Vorbereitung. Und Vertrauen darauf, dass Hilfe funktioniert.

Engagement im Katastrophenschutz

Ehrenamt

Der Berliner Katastrophenschutz lebt vom Ehrenamt. Hunderte ehrenamtliche Einsatzkräfte engagieren sich in den verschiedenen Fachdiensten. Sie absolvieren regelmäßige Aus- und Fortbildungen und stehen im Bedarfsfall kurzfristig einsatzbereit zur Verfügung.

Ob im Sanitätsdienst, im Betreuungsdienst, in der Fernmeldetechnik, bei der Rettungshundearbeit oder in der psychosozialen Unterstützung – engagierte Menschen werden gebraucht. Engagement im Katastrophenschutz bedeutet Verantwortung – und Teil eines starken Berliner Netzwerks zu sein.

Möchten Sie Teil des Berliner Katastrophenschutzes werden? Dann informieren Sie sich bei einer der fünf Hilfsorganisationen über Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements.

Katastrophenschutz bei den Hilfsorganisationen

Arbeiter Samariter Bund
DRK Berlin
Johanniter
Malteser
DLRG

Vorsorge beginnt bei jedem Einzelnen

Auch persönliche Vorsorge trägt dazu bei, in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, sich mit Notfallvorsorge auseinanderzusetzen, etwa durch das Anlegen eines Notfallrucksacks oder eine angemessene Bevorratung für einen längeren Stromausfall.

Weitere Informationen und Checklisten finden Sie im „Ratgeber für Notfallvorsorge“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Auch Erste-Hilfe-Kenntnisse tragen zur Selbsthilfefähigkeit bei und können im Ernstfall Leben retten.

So wird Katastrophenschutz zu einer gemeinsamen Aufgabe von Organisationen und Bevölkerung.